Entscheidungsfaktoren bei der Hostingwahl

Entscheidungsfaktoren bei der Hostingwahl: Wie du den richtigen WordPress Hoster findest

WordPress unterscheidet sich stark von anderen Content Management Systemen, denn das gesamte CMS stellt relativ hohe Ansprüche an die Hostingumgebung. Die große Skalierbarkeit von WordPress verlangt also auch einiges an Ressourcen und die können nicht alle Hoster ideal erfüllen. In den letzten Jahren gab es daher einen enormen Trend für WordPress-spezifisches Hosting.

Das meint im Grunde nichts anderes, als dass der entsprechende Hoster Optimierungen vornimmt, die gezielt WordPress dienen und das CMS im Betrieb entsprechend beschleunigen sollen. Angefangen an der Software des Webservers bis hin zu der verwendeten Hardware und Ausstattung, ist dann alles genau so, wie WordPress es im Idealfall vorfinden sollte.

Bei der Wahl des Hosters gibt es jedoch vieles zu beachten und Fakt ist leider ebenso, dass nicht jede Anpassung gleicherweise hilft. Was für WordPress wichtig erscheint und was zu vernachlässigen ist, soll dir mein Artikel erläutern.

Nicht alle WordPress-Hoster bieten echtes WordPress-Hosting

Zunächst einmal etwas ganz Wichtiges zu Beginn. Nicht jeder WordPress-Hoster, der sich so betitelt und präsentiert, ist auch einer. Es gibt viele Webhosting-Pakete, die nur einen neuen Namen erhalten, jedoch keinerlei Anpassungen für WordPress selbst aufweisen. Hier machen es sich viele Hoster entsprechend einfach, was im Alltag aber nicht funktioniert und keine Vorteile beim Hosting von WordPress mitbringt.

Achte also immer darauf, nicht einfach nur ein umbenanntes Hostingpaket zu erhalten, sondern wirklich eine Umgebung, die speziell WordPress dienen soll. Wenn du dich in diesem Bereich gar nicht auskennst, dann kannst und solltest du dir unbedingt die anderen Tarife des jeweiligen Anbieters ansehen, um entsprechende Vergleiche anzustellen. Was genau wurde denn hier für WordPress optimiert? Wo liegen die Unterschiede zum normalen Hosting?

Auf diese Weise lässt sich schnell herausfinden, ob es tatsächlich Optimierungen gibt, die nur für WordPress vorgenommen wurden. Wenn nicht, handelt es sich vermutlich um ein gewöhnliches Hosting-Paket, bei dem eine WordPress 1-Click-Installation eingerichtet wurde. Die hat aber rein gar nichts mit echtem WordPress-Hosting zu tun. Worauf WordPress wert legt und welche Faktoren hier von Vorteil sind, zeige ich dir jetzt noch einmal gesondert.

Wichtige Entscheidungsfaktoren beim WordPress-Hosting

Damit du weißt, worauf es beim WordPress-Hosting ankommt, möchte ich dir zunächst einmal drei wichtige Punkte nennen, die als Entscheidungsfaktoren fungieren können. Die Bereiche befassen sich jeweils mit zwei verwandten Themen, die beim WordPress-Hosting meiner Meinung nach besondere Beachtung finden sollten.

Technik & Performance

Die Technik und Performance ist beim Hosting von WordPress von enormer Bedeutung. Das CMS frisst nämlich jede Menge Leistung und geht aufgrund seiner Dynamik sehr gefällig mit den Ressourcen des Servers um.

Aktuelle Server Hardware und Software ist wichtig.
Aktuelle Server Hardware und Software ist wichtig.

Weil WordPress vollständig auf MySQL setzt, muss die Datenbank entsprechend flott sein. Eine typische Schwachstelle beim Hosting, die mit WordPress jedoch sofort zum Flaschenhals in Sachen Leistung wird, da das CMS fast alle seine Inhalte aus der MySQL-Datenbank zieht. Auch profitiert WordPress mehr als andere Systeme von neuen PHP-Versionen.

Software-Anforderungen:

  • Apache/nginx oder Litespeed-Server
  • Aktuelle PHP-Versionen sind extrem wichtig. PHP 7.4 oder gleich PHP 8.
  • HTTP/2 ist Pflicht

Hardware-Anforderungen:

  • CPU bzw. Cores
  • RAM
  • Speicherplatz

PHP und MySQL sind für WordPress mit die wichtigsten Faktoren. Achte also darauf, dass der entsprechende Hoster regelmäßig und zeitnah die neusten PHP-Versionen aufspielt und nicht allzu lange damit wartet.

ACHTUNG: Möchtest du einen WooCommerce Shop betreiben, plane zusätzlich Server-Ressourcen ein.

Support & Unterstützung

Ein weiterer großer Punkt ist die Sache mit dem Support. Wie gut eine Firma ist, erkennst du immer dann, wenn du ein Problem hast und Hilfe benötigst. Ein kleiner Tipp von mir ist es, bereits vorab eine Anfrage zu stellen und zu testen, wie ruhig, fachlich und korrekt der Support dir zur Seite steht. Stell dabei ein paar nervige Fragen und prüfe ebenso, inwieweit du direkte Unterstützung erhältst.

  • Werden täglich Backups erstellt?

Gute WordPress-Hoster helfen hier sehr konkret und kennen sich aus. Schlechte Hoster spendieren dir immer nur eine Standardantwort. Außerdem beantworten sie keine WordPress-spezifischen Fragen, sondern lediglich welche zum Hosting selbst. Letzteres wäre mir bei einem WordPress-Hoster zu wenig. Da erwarte ich mehr als Standard-Support.

Bedienung & Bewertungen

Sehr gute Bewertungen sind bei der Hoster-Wahl wichtig.
Sehr gute Bewertungen sind bei der Hoster-Wahl wichtig.

Die Bedienung sollte nicht unterschätzt werden. Es gibt einfache Systeme und komplexe Server, die von dir noch konfiguriert werden müssen. Der Vorteil bei WordPress-Hostern sollte allerdings sein, dass du dich eben gerade nicht um die Technik und deren Einstellungen kümmern musst. Vielmehr ist es in der Regel so, dass WordPress von bestimmten Konfigurationen profitiert und diese entsprechend professionell voreingestellt sind.

WordPress-Hosting ist nun einmal etwas mehr als nur ein Webhosting-Paket mit 1-Click-Installation von WordPress. Leider gibt es auch Letzteres noch mit dem Label WordPress-Hosting, obwohl selbiges diesen Namen gar nicht verdient. Achte also auf Bewertungen von echten Kunden, Testberichten und darauf, wie gut das Ganze bedienbar ist. In der Regel kannst und solltest du jedes WordPress-Hosting erst einmal testen.

Unterschiedliche Arten von WordPress-Hosting

Technik, Support und Bedienung spielen beim WordPress-Hosting eine gesonderte Rolle und müssen entsprechend beachtet werden. Doch was gibt es sonst noch? Hier schaue ich mir jetzt zunächst einmal die unterschiedlichen Arten von WordPress-Hosting an. Was macht bei WordPress überhaupt Sinn und worauf ist zu achten?

Managed Hosting

Das Dashboard des Providers Raidboxes
Das Dashboard des Providers Raidboxes

Für Anfänger ideal ist das sogenannte Managed Hosting. Dabei handelt es sich um Pakete, die vom Hoster selbst verwaltet und meist über eine eigene Admin-Oberfläche verfügen. Du musst dich also nicht mit den Servereinstellungen herumschlagen und bekommst ein besonders einfaches und eingängiges Interface zur Verwaltung spendiert. Gibt es Probleme oder eine neue PHP-Version, spielt der Hoster diese auf. Managed Hosting ist Hosting, bei dem du dich selbst um kaum etwas Technisches kümmern musst.

Vorteile: Kein Stress mit der Verwaltung
Nachteile: Spezielle Einstellungen und Anpassungen am Server sind meist nicht möglich

Shared Hosting

Beim Shared Hosting handelt es sich ebenfalls um Managed Hosting, aber mit einem Unterschied. Während du beim Managed Hosting auch einen Server für dich alleine bekommst, wird dieser beim Shared Hosting aufgeteilt. Dann teilen sich mehrere Nutzer einen Server. Bei schlechten Hostern wird nicht immer darauf geachtet, dass die Ressourcen entsprechend fair genutzt werden. Bei guten Hostern gleicht sich das ungefähr aus.

Vorteile: Günstig und einfach zu bedienen
Nachteile: Geteilte Ressourcen führen bei Besucheranstürmen oft zu Ausfällen

Dediziertes Hosting

Das sogenannte dedizierte Hosting betrifft die starken Root-Server. Du bekommst also einen eigenen Server, den du mit niemandem teilen und den du nach deinen Wünschen einrichten und anpassen kannst. Für WordPress ist das nicht immer sinnvoll, eher für große Portale mit Anbindung oder eigener Software, die auf dem Server laufen soll. Die Preise sind entsprechend hoch, dafür bekommst du den Server dann aber eben exklusiv für dich und dein Projekt zur Verfügung gestellt, weshalb du die volle Leistung erhältst.

Vorteile: Hardware komplett für dich alleine und individuell konfigurierbar
Nachteile: Sehr teuer, kompliziert und für die meisten Websites schlichtweg überproportioniert und unnötig

Bestes WordPress Hosting

Hosting-Empfehlungen sind normalerweise Müll.

Oft werden extrem billige Hosting-Pakete für € 3 empfohlen, andere wiederum werben mit einem € 100 VPS, weil sie als Affiliate dabei am meisten verdienen. Im Endeffekt wollen wir doch alle nur den schnellstmöglichen Webspace für möglichst wenig Geld.

Und zwar für WordPress optimiert!

Was ist noch wichtig? Der Server sollte in Deutschland liegen und der Support sollte möglichst schnell antworten, und das am besten auf Deutsch.

Das alles bekommst du bei Raidboxes ab € 9,00 / Monat.

Worauf kommt es bei einem WordPress-Hoster an?

Für mich persönlich ist die Antwort einfach. WordPress-Hoster sollten sich im besten Fall entweder nur auf WordPress-Hosting spezialisieren oder aber ihre Pakete sehr stark und individuell an das CMS anpassen. Handelt es sich nur um ein Webhosting-Paket, welches als WordPress-Hosting vermarktet wurde, bringt das am Ende niemanden etwas und vor allem erhält WordPress dadurch keine Vorteile. Am Ende möchten wir ja nur eine schnelle WordPress-Performance haben.

Außerdem verändert sich WordPress oft und stark mit seinen Updates, weshalb immer wieder Anpassungen an der Infrastruktur oder den Voraussetzungen notwendig sind. Vor allem aktuelle PHP-Versionen und eine schnelle MySQL-Datenbank sind bei WordPress mitunter entscheidend. Gleichzeitig spielen aber auch Extraleistungen eine Rolle, wie Backups, Caching und Staging.

WordPress-Hoster verfügen daher über ein eigens entwickeltes serverseitiges Caching, spezielle Backup-Systeme oder Staging-Instanzen, die schnell und einfach nutzbar sind. Normale Hoster können da in keiner Weise mithalten. Am Ende kommt es also vor allem darauf an, dass der Hoster WordPress kennt und seine Optimierungen ernst meint.

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