E-Mail-Marketing - Lohnt es sich noch?

Lohnen sich E-Mail-Marketing und Newsletter-Marketing?

Lohnt sich E-Mail-Marketing noch? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: ja! Doch meine persönliche Erfahrung allein sollte wirklich keine Grundlage für die Antwort auf die Frage sein, ob sich E-Mail- und Newsletter-Marketing für dich lohnen. Deswegen habe ich die Studie E-Mail-Marketing Benchmarks 2021 des DDVs (Deutscher Dialogmarketing Verband e. V.) ganz genau unter die Lupe genommen und kann dir somit eine aussagekräftige Antwort liefern. Lade dir die komplette Studie E-Mail-Marketing Benchmarks 2021 auch gerne zum Nachlesen kostenlos herunter.

Die Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen dem DDV und absolit Dr. Schwarz Consulting. In dieser Studie waren über 5.000 Top-Unternehmen im deutschsprachigen Raum aus neun Branchen vertreten. Analysiert wurden die E-Mail-Marketing-Aktionen dieser Unternehmen anhand von 160 Kriterien.

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Kurz und knapp, E-Mail-Marketing: ja oder nein?

Du möchtest wissen, ob sich E-Mail-Marketing (noch) lohnt? Und das am besten in nur einem Satz? Dann lautet meine Antwort:

Ja, E-Mail-Marketing lohnt sich!

Die Studie zum E-Mail-Marketing 2022 zeigt, dass in praktisch jeder Kategorie Verbesserungen gemessen wurden. Kein Wunder also, dass ganze 98 % der Unternehmen E-Mail-Marketing betreiben. Im Vorjahr war der Anteil mit 95 % schon hoch und vor 10 Jahren lag er bei 60 %: Du siehst, E-Mail-Marketing ist mehr, als nur ein flüchtiger Trend im Online-Marketing! Es ist schon jahrelang ein erfolgreicher Teil des Marketingmix und wird immer beliebter.

Du kannst mit E-Mail-Marketing Traffic generieren, deine Kundenbeziehungen stärken und dir einen Expertenstatus aufbauen.

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Der Unterschied zwischen E-Mail-Marketing und Newsletter-Marketing

Ein Newsletter kommt per E-Mail, also ist Newsletter-Marketing das gleiche wie E-Mail-Marketing, oder? Nicht so ganz. Die Newsletter flattern zwar ins Postfach deines E-Mail-Accounts, doch ein paar Unterschiede gibt es.

Besonderheiten des Newsletter-Marketings

Laut der aktuellen Studie bieten 91 % der Unternehmen ihren Interessenten und Kunden einen Newsletter an. Newsletter folgen immer einem bestimmten Aussende-Rhythmus. Das heißt, sie werden in definierten Zeitintervallen – beispielsweise jeden Freitag – an die Kontaktdaten einer meist langen Empfängerliste geschickt. Sie entstehen außerdem nach einem redaktionellen Konzept, haben ein einheitliches Layout und können rein informativen Charakter haben. Newsletter werden wie gesagt an größere Verteiler versendet und der Newsletter-Versand wird in der Regel über Newsletter-Tools organisiert.

Besonderheiten des E-Mail-Marketings

Das E-Mail-Marketing besteht aus Unternehmens-E-Mails, die unregelmäßiger versendet werden. Sie werden nur erstellt, wenn es etwas Besonderes zu berichten gibt. Sie folgen keinem inhaltlichen Konzept und richten sich angebotsbezogen an einzelne Empfänger.

Erfolgreiche Leadgenerierung mit E-Mail- und Newsletter-Marketing

Ehrlichkeit, Konsistenz und Qualität - E-Mail-Marketing Tugenden
E-Mail-Marketing Tugenden: Diese drei Werte musst du immer im Kopf behalten: Ehrlichkeit, Konsistenz und Qualität

Laut Studie nutzen 77 % der Webseiten-Betreiber E-Mail-Marketing zur Leadgenerierung über ihre Webseite. Kein Wunder, denn E-Mail-Adressen werden gerne herausgegeben. So füllt sich der Verteiler relativ einfach und schnell.

Beispiel: Newsletter-Anmeldung für Freebies

Einige Webseiten-Betreiber stellen ihren Besuchern ein kostenfreies Freebie zur Verfügung. Das kann der Download einer Excel-Vorlage, ein Whitepaper, ein E-Book, der Erhalt einer Probier-Portion und vieles mehr sein. Im Austausch erhält der Webseiten-Betreiber eine E-Mail-Adresse bzw. ein neues Lead für seine Verteiler-Datenbank.

Beispiel:

Newsletter können erst ausgesendet werden, wenn der Empfänger nach der Newsletter-Anmeldung aktiv sein Interesse bestätigt hat. Hier spricht man vom Double-Opt-in. Das ist eine wesentliche rechtliche Rahmenbedingung für Direktmarketing per Newsletter.

Beispiel: Autoresponder-Kampagnen

Autoresponder-Kampagnen sind geplante E-Mail-Abfolgen. Sie werden der Reihe nach automatisiert an die Kontaktdaten der Empfängerliste versendet. Zur Leadgenerierung wird diese E-Mail-Marketing-Variante gerne verwendet, wenn der richtige Ansprechpartner bekannt ist.

Ein Flow mittels Autoresponder. Beispiel Screenshot ESP Encharge.
Ein Flow mittels Autoresponder. Beispiel Screenshot ESP Encharge.

Ein Beispiel wäre die Abfolge von 3 bis 5 E-Mails, in denen immer detailliertere Informationen zum Produkt bzw. der Dienstleistung enthalten sind. Am Ende wird der Empfänger gebeten, an den richtigen Ansprechpartner im Haus zu vermitteln, wenn kein Interesse seinerseits zu spüren ist.

Erfolgreiche Kundenbindung mit E-Mail- und Newsletter-Marketing

Beispiel: Nurturing-Kampagnen

Nurturing-E-Mail-Kampagnen arbeiten auf ein konkretes Ziel hin, wie etwa die Kontaktaufnahme mit dem Vertrieb, die Bestellung eines Produkts oder die Teilnahme an einer Veranstaltung. Sie können an ein Scoring gekoppelt sein. Ist der definierte Scoring-Wert erreicht, fällt der einzelne Empfänger in der Regel aus dem Verteiler der Kampagne heraus und die Kampagne läuft normal weiter.

Beispiel: Transaktions-Mails

Transaktionale E-Mails bei Sendinblue.
Transaktionale E-Mails bei Sendinblue.

Transaktions-Mails sind E-Mails, die verschickt werden, wenn ein Kunde oder Interessent den Kontakt hergestellt hat. Das wäre mit dem Auslösen einer Bestellung, der Anforderung von Informationsmaterial oder einer Terminbuchung der Fall.

Sie sind in der Regel informativ und stellen sich immer mehr als wichtiges Marketinginstrument heraus. Transaktions-Mails sind Türöffner, um mit Interessenten oder Kunden in Kontakt zu bleiben. Oft werden an dieser Stelle ergänzende Produkte oder Dienstleistungen (Cross-Selling) angeboten.

Beispiele:

  • Registrierung
  • Bestellung

Beispiel: Trigger-Mails

Trigger-Mails sind E-Mails, die von einem bestimmten Ereignis ausgelöst werden. Ein Datum kann das Ereignis sein, zum Beispiel der Geburtstag eines Kunden, oder ein zeitbezogener Auslöser, wie eine Warenkorberinnerung. Trigger-Mails sollen den Interessenten z. B. an einen abgebrochenen Kaufprozess erinnern und ihn zum Abschluss der Bestellung motivieren.

Beispiele:

  • Geburtstage
  • Warenkorbabbruch

Beispiel: Stand-Alone-Mailings bzw. -Kampagnen

Kampagnen in der Newsletter-Software Encharge.
Kampagnen in der Newsletter-Software Encharge.

Standalone-Kampagnen sind unabhängige Kampagnen, die einmal stattfinden. Manchmal werden Kampagnen auch als Broadcasts bezeichnet.

Sie sind für einen festen Zeitraum begrenzt. Der typische Newsletter fällt unter diese Kategorie der einmaligen Mails.

Beispiele:

  • Produktupdates
  • Newsletter

Mögliche Inhalte von E-Mail- und Newsletter-Marketing

Du hast viele Möglichkeiten – Der Inhalt beim E-Mail- und Newsletter-Marketing hängt vom Ziel deiner Marketingaktion ab. Viele E-Mails sind informativ, unterhaltsam oder beides zusammen. Prinzipiell eignet sich jedes Thema für dein E-Mail-Marketing bzw. dein Newsletter-Marketing, das den E-Mail-Empfänger interessiert. Ich habe dir ein paar Beispiele zur Inspiration für deinen E-Mail-Marketing-Content und deinen Newsletter-Content zusammengestellt.

1. Gewinnspiele

Menschen lieben Geschenke. Gewinnspiele sind daher immer eine gute Wahl. Oft gibt es Produkte oder Dienstleistungen des Anbieters zu gewinnen. Ziel ist es, potenzielle Neukunden von der Qualität deiner Ware oder deines Services zu überzeugen und schlafende Kunden zu wecken.

2. Sales, Sonderverkäufe und Rabattaktionen

Das Sales-Schildchen zieht uns magisch an. Selbstverständlich sinkt die Hemmschwelle, wenn dein Interessent nicht mehr den Kaufpreis im Blick hat, sondern sein Sparpotenzial!

3. Produktinformationen 

Neuigkeiten aus dem Portfolio werden oft per E-Mail verkündet. Für Interessenten wird meist ein Link zu näheren Informationen eingebunden, ein PDF angehängt oder der direkte Ansprechpartner für ein persönliches Beratungsgespräch angegeben.

4. Unternehmens-Updates

Ein Firmenjubiläum steht an? Es gibt einen neuen Ansprechpartner, den du deinem Kunden vorstellen möchtest? E-Mail-Marketing eignet sich super, um News und Insights nett verpackt an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.

5. Tipps und Ratschläge

Du weißt, was deinen Kunden Kopfschmerzen bereitet und hast Lösungen dafür? Raus damit! Es geht hierbei nicht ausschließlich um ein kostenpflichtiges Produkt, das deinem Kunden weiterhilft. Gib deinen Abonnenten per E-Mail so viele Tipps wie nur möglich und erstelle gegebenenfalls nützliche Tutorials und Artikel, auf die er über einen Link in deinem Newsletter zugreifen kann.

7 Best Practises

HubSpot hat die Best Practises analysiert und stellt die gewonnenen Erkenntnisse als Download zur Verfügung. Sieben der 12 Erfolgsmethoden stelle ich dir hier vor.

1. Willkommens-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Willkommens-E-Mail
Best Practise E-Mail-Marketing: Willkommens-E-Mail

Herzlich willkommen neuer Abonnent! Die Willkommens-E-Mail ist ein Zeichen der Dankbarkeit und Aufmerksamkeit. Viele Unternehmen belohnen mit einem kleinen Vorgeschmack, was den neuen Abonnenten erwartet und packen an der Stelle gleich noch ein Willkommens-Geschenk mit drauf. Das könnte z. B. Rabatt-Code sein. In diesem Beispiel heißt Xing den neuen Xing-Prämien-Account-Nutzer willkommen und kündigt E-Mails an, die ihm dabei helfen, das Beste aus seinem Account herauszuholen.

2. Feedback-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Feedback-E-Mails
Best Practise E-Mail-Marketing: Feedback-E-Mails

In Feedback-E-Mails werden die Abonnenten nach ihrer Meinung gefragt. Sie dienen nicht nur dazu, aufs Unternehmen aufmerksam zu machen. Mit den Rückmeldungen kannst dich und dein Angebot immer weiter verbessern. Etepete geht in diesem Beispiel auf ihre Mission ein und betont die Wertschätzung gegenüber des Abonnenten. Mit einem klick kann man seine Meinung kundtun. Durch den Klick auf den Button landet man übrigens direkt bei den Bewertungen und kann dort noch ein schriftliches Feedback abgeben.

3. Bestätigungs-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Bestätigungs-E-Mails
Best Practise E-Mail-Marketing: Bestätigungs-E-Mails

Die Bestätigungs-E-Mail ist eine beliebte Methode, um sich rechtlich abzusichern. Nutzer stimmen sowohl bei der Newsletter-Anmeldung als auch in dieser E-Mail zu, am Mailing interessiert zu sein. Durch kleine Symbole unter dem Text hat das neue Fressnapf-Club-Mitglied direkt die Vorteile der Mitgliedschaft im Blick.

4. Erinnerungs-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Erinnerungs-E-Mails
Best Practise E-Mail-Marketing: Erinnerungs-E-Mails

Viele Onlineshops nutzen Erinnerungs-E-Mails bei Warenkorbabbrüchen bzw. Cart-Abandonments. Die E-Mails sollen den Interessenten an liegengebliebene Teile im Warenkorb erinnern, damit die Bestellung doch noch erfolgreich abgeschlossen wird. Das kann auch direkt mit einem Rabatt-Code o. ä. kombiniert werden, um die Motivation zu erhöhen, den abgebrochenen Kaufprozess fortzusetzen. In diesem Beispiel lockt Google mit einer Gutschrift im Wert von 80 €. Dafür müssen Abonnenten allerdings 40 € in Google Ads stecken.

5. E-Mails zu besonderen Anlässen und Feiertagen

Best Practise Newsletter-Marketing: E-Mails zu besonderen Anlässen und Feiertagen
Best Practise E-Mail-Marketing: E-Mails zu besonderen Anlässen und Feiertagen

„Zum Singles-Day bleibt kein Bärchen alleine“. Da geht den Abonnenten doch direkt das Herz auf. Das Beste an E-Mails für besondere Anlässe und Feiertage? Du musst dir kein Thema überlegen. Es gibt ständig etwas zu feiern. Nutze diesen Vorteil und entwickle eine kreative E-Mail, die zum Anlass passt und deine Abonnenten unterhält.

6. Umfrage-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Umfrage-E-Mails
Best Practise E-Mail-Marketing: Umfrage-E-Mails

Insbesondere im B2B-Bereich sprechen Menschen gerne über ihre Meinung. Nutze das und starte die Kommunikation! Die Umfrage kann entweder aus konkreten Fragen bestehen, die per Klick beantwortet werden. Aber auch sämtliche andere Formate sind gängig. LinkedIn nennt kurz und knapp den Grund und die Dauer der Umfrage in dieser Umfrage-E-Mail.

7. Dankes-E-Mails

Best Practise Newsletter-Marketing: Dankes-E-Mails
Best Practise Newsletter-Marketing: Dankes-E-Mails in MailerLite

Eine Dankes-E-Mail ist eine schöne Geste. Du kannst dich freundlich bedanken und gerne noch ein kleines Geschenk obendrauf packen. In diesem Fall stelle ich mich persönlich bei meinem Interessenten vor und betone, dass ich mich über sein Interesse am Redaktionsplan freue.

15 Tipps für die Umsetzung von E-Mail-Marketing

Für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing benötigst du eine klare Strategie, eine Empfängerliste mit möglichst vielen qualifizierten Leads und eventuell eine E-Mail-Marketing-Software. Schließlich sollen deine E-Mails nicht im Spam-Ordner landen. Deine Abonnenten sollen die E-Mails gerne lesen. Hier gibt’s ein paar Tipps für den Start.

1. Verwende ein einfaches Anmeldeformular

Beispiel eins einfachen Anmeldeformulars.
Beispiel eins einfachen Anmeldeformulars.

Erst kürzlich rollte ich beim Ausfüllen eines Kontaktformulares die Augen. Ihr Leadmagnet hatte funktioniert, darum wollte ich meine Kontaktdaten eingeben. Doch ich hätte beim Geburtsdatum manuell von 2021 jeden Monat bis zu meinem Geburtsjahr zurückspringen müssen. So bitte nicht! Mache es dem Interessenten schon bei der Anmeldung so einfach wie möglich, damit er den Vorgang nicht abbricht.

2. Formuliere einzigartige Betreffzeilen

0815-Betreffzeilen braucht kein Mensch! Überlege dir gut, womit du die Aufmerksamkeit deines Abonnenten gewinnst, um eine bestmögliche Öffnungsrate zu erzielen. Denn wenn dieser in sein Postfach schaut, warten mit Sicherheit viele Nachrichten auf ihn. Wie heißt es so schön, niemand hat Zeit für irgendwas, man nimmt sie sich für die wichtigsten Dinge. Also gib alles, um sein Interesse durch deine spannende Betreffzeile zu wecken.

3. Beginne deine E-Mail mit einer spannenden Einleitung

Herzlichen Glückwunsch, du hast dein Ziel erreicht: Deine Betreffzeile macht Lust auf mehr. Jetzt musst du ihn mit einem interessanten Themen-Einstieg bei Laune halten.

4. Setze starke Call-to-Actions

Im Laufe deines E-Mail-Textes kannst du einen Call-to-Action (CTA) einsetzen. Hier kommt die gute alte Verkaufspsychologie ins Spiel. Für eine hohe Klickrate muss diese Handlungsaufforderung auf jeden Fall kurz und knackig sein.

Betrachte den Button am besten gar nicht erst als eigenständiges Element, sondern prüfe die Anzeigen-Fläche im Gesamten. Der Kunde bzw. Interessent muss emotional abgeholt werden und den Mehrwert durch seinen Klick auf den Button direkt verstehen. Call-to-Actions eigenen sich übrigens hervorragend, um auszuwerten, wie die Empfänger der E-Mail reagieren.

5. Versende E-Mails mit personalisierten Absendernamen

Welcher Absendername spricht dich mehr an: „dein XY-Team“ oder ein persönlicher Ansprechpartner? Die meisten Menschen tendieren ganz klar zu letzterem. Bis zum letzten Satzzeichen solltest du dein Bestes geben, um eine Bindung herzustellen oder sie zu vertiefen.

Einige Unternehmen verwenden nicht nur einen personalisierten Absendernamen, sondern gestalten ihre Signatur gleich mit einem Bild der Kontaktperson. Umso persönlicher, desto besser!

6. Achte auf eine gute Frequenz

Das ist gar nicht so einfach. Du musst wissen, wie dein Kunde oder Interessent tickt, um zu verstehen, wie oft er Nachrichten von dir erhalten möchte. Ich würde dir raten, dich vorsichtig ran zu tasten, damit du niemanden vergraulst. Solltest du hin und wieder nicht genug Zeit haben, um hochwertigen Content zu erstellen, weiche lieber vom Plan ab, als unnötige Inhalte zu verschicken.

7. Wähle den optimalen Versandzeitpunkt aus

Wann haben deine Kunden und Interessenten am ehesten die Zeit, um deine E-Mail zu lesen? Es hat sich gezeigt, dass die Meinung hier stark auseinander gehen. Einige checken ihre E-Mails noch vor der Arbeit, im Bad oder am Frühstückstisch. Andere nutzen die Arbeitszeit, um sich mit ihren Newslettern zu befassen und wieder andere checken das Postfach erst nach Feierabend oder sogar erst am Wochenende.

8. Lege Wert auf ein übersichtliches und klares Design

Das Design deiner E-Mails muss unbedingt dem Geschmack deiner Zielgruppe entsprechen, denn was dem Auge gefällt, bekommt Aufmerksamkeit. Der Leser soll Spaß haben und sich gerne mit deinen Mailings beschäftigen.

9. Klasse statt Masse

Eine Segmentierung und Personalisierung sind super wichtig. Kategorisiere deine Kontakte lieber in verschiedene Gruppen ein, wenn sie zu unterschiedlich sind und erstelle verschiedene Mailings für sie, bevor du Massen-Mails verschickst, die keinen so richtig ansprechen!

10. Optimierung der Mobile-Ansicht

Mit Sendinblue kannst du die mobile Ansicht deiner E-Mail gesondert anpassen.
Mit Sendinblue kannst du die mobile Ansicht deiner E-Mail gesondert anpassen.

Es bringt nichts, wenn deine E-Mails am PC super ankommen, doch der Großteil deiner Kunden und Interessenten die Mails am Handy checkt. Viele Programme bekommen das sowieso schon super hin. Prüfe aber auf jeden Fall die Desktop- und Mobile-Variante.

11. Die Kundenbrille aufsetzen und Mailings vorab prüfen

Gehe jeden einzelnen Schritt deiner E-Mail-Kampagne aus Sicht deines Kunden oder Interessenten durch und prüfe, ob der Mehrwert für ihn – nicht dein Unternehmen – im Mittelpunkt steht. Hat deine Kampagne den Inhalts-Check bestanden, solltest du auch die Funktionalität prüfen: Spiele den Vorgang komplett durch.

12. Arbeite mit Versandsystemen und E-Mail-Marketing-Tools

Mit über 70 % arbeiten 10 % mehr Unternehmen mit einem professionellen Versandsystem als noch im Vorjahr. 55 % der Unternehmen, das sind etwa 5 % mehr im Vergleich zum Vorjahr, nutzen außerdem zertifizierte Mailserver.

Versandsysteme und E-Mail-Marketing-Tools helfen dir sicherer und effektiver zu arbeiten. Die Empfänger-Daten werden im Tool angelegt und gepflegt. Prozesse werden automatisiert und transparent. Mit den Analysen kannst du z. B. anhand der Öffnungsrate und der Abmelderate Rückschlüsse ziehen und dich stetig verbessern. Gerade wenn deine Kontaktdaten-Liste immer länger wird, solltest du dich mit diesem Thema befassen. Über 4 praktische E-Mail-Marketing-Tools, die ich Anfängern und Profis empfehlen kann, habe ich bereits ausführliche Artikel geschrieben.

Newsletter-Tools

Newsletter-Tool Sendinblue
Screenshot: SendinBlue Dashborad
Screenshot: SendinBlue Dashborad

Mit dem E-Mail-Service-Provider Sendinblue kannst du u. a. Newsletter und SMSe verschicken sowie Formulare und Landing-Pages erstellen. Das Tool ist eine Komplettlösung für deine Marketing- und Vertriebsaktivitäten. KMUs und Privatpersonen können damit komplett kostenlos arbeiten. Lese in meinem Review ganz ausführlich, was das Newsletter-Tool Sendinblue alles kann.

Newsletter-Tool MailerLite
Das Dashboard von MailerLite
Das Dashboard von MailerLite

Das Newsletter-Tool MailerLite hilft dir dabei, E-Mail-Kampagnen durchzuführen, mit Formularen, Landing-Pages und Webseiten neue Abonnenten zu gewinnen und Daten zu analysieren. Auch MailerLite ist kostenfrei nutzbar, wenn du nicht mehr als 12.000 E-Mails an maximal 1.000 Abonnenten versendest. Sieh dir mein ausführliches Review zum Newsletter-Tool MailerLite an.

Newsletter-Tool Encharge
Autoresponder Encharge Dashboard
Autoresponder Encharge Dashboard

Encharge ist ein relativ neuer Newsletter-Dienst. Ich nutze ihn seit einiger Zeit hier auf bloggerpilot.com und bin sehr zufrieden damit. Vor allem der Designer für die Automationen bzw. Flows ist gut gelungen.

Ich kann dir den Dienst empfehlen.

Formular- und Pop-up-Tools

Viele Email Service Provider bringen schon einfache Formulare und Pop-ups mit. Ich nutze am liebsten ConvertBox.

Pop-Up-Tool ConvertBox
Der Formular-Editor von ConvertBox.
Der Formular-Editor von ConvertBox.

Mit dem SaaS-Tool ConvertBox wird Leadgenerierung ganz einfach. Es hilft dir dabei, deine Webseite mit Werbeelementen und andere Pop-Ups aufzuwerten. Im Review kannst du im Detail nachlesen, welche Vorteile der Engagement-Plattform ConvertBox mich überzeugt haben.

Pop-Up-Tool Thrive Leads
Thrive Leads Dashboard
Thrive Leads Dashboard

Das E-Mail-Marketing-Plugin Thrive Leads von Thrive Themes unterstützt dich beim E-Mail-Marketing, der Leadgenerierung und den Pop-Ups. Mit einer Thrive-Suite hast du sogar für 25 Webseiten Zugriff auf die kompletten Thrive-Plugins und Thrive-Themes. In einem Review habe ich ausführlich berichtet, wann sich die Nutzung von Thrive Leads lohnt.

OptinMonster
Das OptinMonster Dashboard
Das OptinMonster Dashboard

Am Markt der Formulare und Pop-ups ist OptinMonster nicht mehr wegzudenken. Das Tool ist nicht unbedingt günstig, aber in Sachen Funktionen kann kaum ein Mitbewerber mithalten.

13. Halte rechtliche Vorgaben ein

Es gibt einiges zu beachten, um Abmahnungen von dir fernzuhalten. Der Versand von werblichen E-Mails wird durch zahlreiche Gesetze, wie dem Telemediengesetz (TMG), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geregelt.

Die Pflichtfelder in deinem Newsletter-Anmeldeformular dürfen wirklich nur die notwendigen Daten abfragen. Du solltest auch unbedingt die doppelte Bestätigung deines Newsletter-Abonnements einholen (Double-Opt-in), deinem Abonnenten ein korrektes Impressum sowie eine Datenschutzerklärung zur Verfügung stellen. Dein Newsletter muss außerdem einen Abmeldelink beinhalten.

Lese in den genannten Gesetzen und Verordnungen nach, welche Pflichten du zu erfüllen hast.

14. Teste fleißig

Du bist jetzt an dem Punkt, an dem alles steht und du am liebsten direkt loslegen würdest? Dann ist jetzt die Zeit für die Endkontrolle gekommen. Du hast schon so viel Zeit und vielleicht auch Geld in die Vorbereitung deines E-Mail- und Newsletter-Marketings gesteckt. Es wäre viel zu schade, wenn nichts dabei rauskommen würde. Such dir ein paar Versuchskaninchen, um auf Nummer sicher zu gehen, damit alles genauso abläuft, wie du es geplant hast. 

15. Analysiere Kennzahlen

Perfektioniere deine E-Mail-Marketing-Aktionen anhand der gewonnenen Informationen aus der Kennzahlen-Analyse. Nur durch eine permanente Überwachung und Auswertung der Daten kannst du dich verbessern und ungewünschten Abonnenten-Reaktionen entgegenwirken.

5 Tipps für die Generierung von qualifizierten Adressen fürs E-Mail- und Newsletter-Marketing

Klingt alles erstmal schön und gut, aber du fragst dich, wie du überhaupt an qualifizierte Leads kommst? Viele Wege führen nach Rom. Welche Kanäle am besten funktionieren, hängt vor allem von deiner Zielgruppe ab. Fünf effektive Wege, um an Leads für deinen Verteiler zu kommen, findest du im Folgenden.

1. Homepage und Blog mit Pop-ups

Beispiel eines Pop-ups
Beispiel eines Pop-ups

Wer ein Problem hat, fragt Google & Co. nach Rat. Mit suchmaschinenoptimierten Webseiten lenkst du Menschen mit Bedarf an deinem Angebot direkt zu deinem digitalen Aushängeschild. Ganz ohne aufdringliche Verkaufsgespräche und vor allem ganz ohne dein aktives Eingreifen in irgendeiner Form. Mit Pop-up-Fenstern kannst du an bestimmten Stellen des Prozesses vollkommen automatisiert weitere Impulse setzen, die zur Kontaktaufnahme mit dir animieren.

2. Listen auf Messen auslegen und Visitenkarten im direkten Gespräch austauschen

Messen waren schon immer ein gutes Instrument für die Leadgenerierung und werden es vermutlich auch immer bleiben. Schließlich führt alle Messebesucher ein bestimmtes Kernthema zusammen. Ein Grundinteresse ist daher meist schon vorhanden. Im persönlichen vor-Ort-Gespräch oder im virtuellen Plausch kannst du dich mit Interessenten austauschen und mit Expertise und Persönlichkeit glänzen. Das schafft Vertrauen und katapultiert dich im besten Fall direkt in die nächste Phase des Sales-Funnels.

3. Kooperationen eingehen: sich gegenseitig empfehlen oder Rabatt-Codes beilegen

Kooperationen können in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Die Erweiterung deiner Reichweite gehört definitiv dazu. Gerade, wenn sich die kooperierenden Unternehmen mit ihrem Angebot ergänzen, kann das für beide Parteien sehr von Vorteil sein.

4. Bezahlte Anzeigen

Abonnenten mit Google Ads Kampagnen sammeln.
Abonnenten mit Google Ads Kampagnen sammeln.

Du kannst mit Suchmaschinen-Anzeigen, Facebook-Anzeigen & Co. eine große Reichweite erzielen. Ein weiterer Vorteil: Wenn du deine Zielgruppe sehr gut kennst, kannst du sehr detaillierte Filter setzen, damit Menschen mit Bedarf an deinem Angebot die Anzeigen sehen.

5. Xing/LinkedIn-Kontakte einladen

Baue dir ein berufliches Netzwerk über Xing oder LinkedIn auf. Diese Netzwerke geben dir einen tiefen Einblick in die berufliche Situation und die Interessen deiner Kontakte. Mit diesen Informationen kannst du gut einschätzen, wer deinen Newsletter unbedingt abonnieren sollte. Lade deine Kontakte einfach zum Newsletter ein.

Fazit Leadgenerierung mit E-Mail Marketing

E-Marketing ist eine tolle Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und deinen bestehenden Kundenkreis an dich zu binden. Es gibt einige hilfreiche Tools auf dem Markt, mit dem du kostengünstig effektives E-Mail-Marketing betreiben kannst. Nimm dir einfach meine Tipps zu Herzen und lass dich von den Best Practises inspirieren.

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